Ayurveda und Yoga


Ayurveda

ist die Bezeichnung für die  traditionelle indische Heilkunst, die ein Bestandteil des Veda ist. Der Veda ist eine uralte Sammlung reliöser Texte, deren Ursprünge bis mindestens in das erste vorchristliche Jahrtausend zurückreichen. Der Ayurveda verfolgt einen holistischen Ansatz und berücksichtigt alle Aspekte des menschlichen Lebens – Körper, Geist und Seele.

Zentrale Elemente des Ayurvedas sind:

  • Massage- und Reinigungstechniken
  • Ernährungslehre
  • Yogapraxis
  • Pflanzenheilkunde

Der Ayurveda ist bis heute sehr populär in Indien und sichert einen großen Teil der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Er behauptet seinen Platz als Alternative zur Allopathie und Homäopathie, die sich ebenfalls großer Beliebtheit in Indien erfreut.

Um in Indien ein Doktor des Ajurveda zu werden, muß man einen fünfjährigen Studiengang abschließen, der an mehreren indischen Universitäten angeboten wird, und ein praktisches Jahr absolvieren.

Ajurvedische Ärzte, die man in allen indischen Städten findet, bedienen sich bei den Untersuchungen besonders der Pulsdiagnose, die oft erstaunlich akkurate Ergebnisse liefert. Die Medikamente basieren in der Regel auf Heilplanzen, enthalten oft aber auch Schwermetalle wie Blei, Quecksilber oder Arsen. Schädliche Nebenwirkungen sind in diesem Zusammenhang vielfach bescheinigt und verlangen erhöhte Wachsamkeit bei der Auswahl der Präparate. Bislang wurde die Wirksamkeit ayurvedischer Medikamente wissenschaftlich nicht bestätigt, doch scheinen sie in der Praxis ähnlich wie die Homäopathie häufig erfolgreich zu sein.

Ein anderer wichtiger Aspekt bei der Therapie ist die richtige Ernährung, die sich nach dem Konstitutionstyp (Vata, Pitta, Kapha) richtet. Hinzu kommen allgemeine Ernährungsregeln wie:  nur bei Hunget essen,  keine Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen, nie bei gestörter Gemütsverfassung essen,  sich nicht völlig satt essen, nur  frische Lebensmittel zu sich nehmen.

Eine wichtige Rolle spielen bestimmte Reinigungsverfahren (Panchakarma), zu denen Fasten, Bäder, Einläufe, Massagen, Yoga- und Atemübungen zählen. Sie sollen angesammlete Schlacken und Verspannungen im Körper entfernen.

Besonders populär sind im Westen die Ayurveda-Massagen, bei denen meist mit großen Mengen von erwärmten Öl gearbeitet wird.

In Pune gibt es eine Reihe von Ayurvedische Kliniken, die alle Behandlungstypen anbieten. Man braucht dazu nicht extra nach Kerala zu reisen, wo es besonders viele Ayurveda-Zentren gibt.

Yoga

 

Yoga ist ein Begriff, der der alten indischen Philosophie enstammt, und einen Weg zum Einswerden der menschlichen Seele mit Gott weist. Der Yoga umfasst sowohl geistige Übungen (Meditation, Konzentration) wie auch körperliche Praktiken (Körper- und Atemübungen). Da der Hinduismus viele verschiedene philosophische Strömungen umfasst, gibt es auch sehr unterschiedliche Yogasysteme.

Besonders populär ist im Westen der Hatha-Yoga geworden, der  körperliche Übungen, die Asanas, in den Mittelpunkt stellt, und ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist anstrebt.

Die positiven Auswirkungen des Hatha-Yoga auf die Gesundheit sind kaum in Zweifel zu ziehen. Yoga wird deshalb auch von vielen westlichen Medizern empfohlen.

Internationales Ansehen besitzt das Iyengar Yoga Institut in Pune, das von dem legendären inzwischen über neunzigjährigen Hatha-Yogameister B.K.S Iyengar gegründet wurde. Seine Bücher wurden in über 18 Sprachen übersetzt und gelten als Klassiker des Hatha Yoga. Die Lehrerausbildungskurse, die in seinem Institut in Model Colony stattfinden, ziehen jährlich hunderte Yoga-Begeisterte aus aller Welt an. Es ist allerdings schwierig hier einen Platz zu finden und man muss sich lange vorher anmelden.

Neben dem Iyeengar Institut gibt es auch viele andere hervorragende Hatha-Yoga Schulen in Pune.